Vorträge machen hellhörig – 40 Jahre Landvolk und KAB

Vorträge machen hellhörig

 

Grünmettstetter Landvolk/KAB-Gruppe feierte 40jähriges Jubiläum

 

  

 

GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Jubiläums-Stehempfang im Katholischen Gemeindezentrum:  40 Jahre gibt es in Grünmettstetten Katholisches Landvolk (VKL) und Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB). Die Redner betonten die Bedeutung der örtlichen VKL/KAB-Gruppe.

Der Jubiläumsgottesdienst wurde von Landvolkpfarrer Libert Hirt und Dekan Alois Hönle zelebriert und vom Katholischen Kirchenchor musikalisch umrahmt. In seiner Ansprache betonte Hirt die missionarische Funktion der Kirche. In den örtlichen Gruppierungen von VKL und KAB komme Jesu Auftrag zur Verbreitung des Christentums eine ganz besondere Bedeutung zu. Hirt: „Die Verbände stellen in den einzelnen Gemeinden Orte für die Erfahrung christlichen Lebens dar. Sie sind die Scharniere zwischen Kirche und Welt.“ Wie es im Evangelium verlangt werde, würden die kirchlichen Gruppen zu aktuellen Fragen wie Sonntagsruhe, soziale Gerechtigkeit oder Gentechnik vom christlichen Standpunkt aus gesehen Stellung beziehen und damit die Herausforderungen von heute im Geist Christi beantworten. Hirt: „Für die Kirche wäre es fatal, sich in einem innerkirchlichen Ghetto zurückzuziehen.“ Demgegenüber leisteten die Ortsgruppen als Basis des Verbandes einen großen Beitrag: „Die Vereine spiegeln wieder, wie die Menschen in den Orten zu den Antworten des Dachverbandes auf weltliche Fragen stehen.“

Der anschließende Stehempfang im Katholischen Gemeindezentrum wurde musikalisch mit Trompetenklängen von Simon Kreidler und Tobias Faßnacht eröffnet. Richard Saier, Vorsitzender der KAB/Landvolk-Gruppe in Grünmettstetten, umschrieb die Anfänge des Vereins: „Das Ziel, Glaubensfragen zu klären und Erwachsenenbildung zu betreiben, hat bis heute Bestand.“ Die Menschen in Grünmettstsetten seien durch zahlreiche Vorträge in ihrem Denken geprägt worden. Saier hofft, dass die Arbeit der Gruppe auch in Zukunft Früchte trägt. Dekan Alois Hönle überbrachte im Namen der Katholischen Vereine und des Kirchengemeinderats Glückwünsche zum Jubiläum. „Das Landvolk leistet einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Zeichen der Zeit“, sagte Hönle. Durch die Vorträge könne man sich sachkundig machen, um mit dem erworbenen Wissen in Dialog zu treten. Die Mitglieder in Grünmettstetten seien im Laufe der Jahre hellhörig geworden, so Hönle. Ortsvorsteher Karl Kocheise bescheinigte den in der KAB andiskutierten Themen Aktualität und aus den vielfältigen Themen stellte Kocheise vor allem die christlichen und sozialen Bereiche heraus: „Die Belange des kleinen Mannes finden ihre berechtigte Berücksichtigung.“

Paul Renner, Vorsitzender des KAB-Bezirks Lichtenstein sagte, 40 Jahre seien ein Grund zum Feiern und man dürfe stolz sein. Die Grünmettstetter seien zwar nicht die größte Gruppe aber sie gehöre zu den aktivsten im Bezirk. Zum Jubiläum überreichte er der KAB Grünmettstetten einen Scheck. Der zweite Vorsitzende des Katholischen Landvolk-Verbandes Johannes Sauter wünschte den Grünmettstettern weiterhin Tatkraft, Engagement und Gottes Segen. Horbs neuer Dekanatsreferent Achim Wicker sagte, dass er sich auf eine gute Zusammenarbeit freue. Schriftführer Alfred Wehle gab einen sehr ausführlichen Rückblick über die 40 Jahre, angefangen beim ersten Vortragsabend 1964. Thema damals: Kommunismus und Entwicklungshilfe.

 

Quelle: Christian Klein-Wiele, 17.10.2004

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