Quer durch die Musikgeschichte

Quer durch die Musikgeschichte

Grünmettstetter Akkordeonorchester bot unterhaltsames Frühlingskonzert

 

GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Klassische Klänge, flotte Soloeinlagen und bekannte Musicalmelodien – das Grünmettstetter Akkordeonorchester bot beim Frühjahrskonzert Musik für jeden Geschmack.

Mit einem Programm quer durch alle musikalischen Stilrichtungen begeisterte das Grünmettstetter Akkordeonorchester am Samstagabend im Grünmettstetter Sportheimsaal das bunt gemischte Publikum. Nach einem „Opening“ und der Begrüßung durch den Orchestervorsitzenden Manfred Dettling zeigte zunächst der Nachwuchs, was in ihm steckt: Irina Lang bildet seit zwei Jahren die Jugendlichen aus und leitet zudem das Jugendorchester. Die gekonnt gespielten Poptitel wurden vom Publikum mit großem Beifall belohnt. Der zweite Vorsitzende des Akkordeonorchesters, Karl-Heinz Kufner, führte durchs Programm und appellierte an die jungen Musikerinnen und Musiker, auch in Zukunft fleißig weiter zu üben. Kufner: „Wir freuen uns über jedes neue Gesicht und brauchen natürlich ständig Nachwuchs.“ Die Ausbildung an Akkordeon, Gitarre, Keyboard und Schlagzeug sei sehr gut.

Carolin Andres spielte die drei Solostücke „Festliche Overtüre“, „Nonchalance“ sowie „Iberischer Tanz“ und überzeugte vor allem durch ihre Variabilität in Stil- und Dynamikwechseln. Mit Vangelis’ „Conquest of Paradise“ gelang dem Hauptorchester unter der Leitung ihres Dirigenten Matthias Geis ein schöner Einstieg in den Filmmusikteil. Rockig ging es weiter mit einem Medley aus berühmten Titeln der schwedischen Chartstürmer von „ABBA“ und „What a feeling“, der Titelmelodie des Films „Flashdance“.

Das eigens für das Konzert ins Leben gerufene Ensemble des Akkordeonorchesters feierte mit dem Samba „Monte Azul“ und der „Fantasia Veneziana“ eine äußerst gelungene Premiere. Diese kleinere Besetzung des Orchesters kann sich vorstellen, auch in Zukunft zusammenzuspielen. Nach der Pause kamen die Freunde klassischer Musik auf ihre Kosten: Es erklang die berühmte „Barcarole“ aus Jaques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“. Im beschwingten Walzerrhythmus ging es mit Schostakowitschs „Walzer Nr. 2“ aus der „Zweiten Suite für Jazzorchester“ weiter. Auch Johann Sebastian Bachs „Air“ und sein „Ave Maria“ meisterten die knapp 30 Musikerinnen und Musiker hervorragend. Irina Lang und Elisabeth Kirchner glänzten im Duett bei der „Zigeunerromanze“ und der „St. Luzisteig-Polka“. Eine ausgesprochen filigrane Fingerfertigkeit bewies Irina Lang bei Vittorio Montis „Czardas“.

Im letzten Teil präsentierte das Akkordeonorchester bekannte Gassenhauer aus Filmen und Popevergreens wie „Crazy Little Thing“ oder „Morricone Special“, arrangiert von Matthias Hennecke. Höhepunkt des abwechslungsreichen Konzertabends war Queens „Bohemian Rhapsody“. Doch ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum die Musikerinnen und Musiker nicht von der Bühne.

Quelle: Christian Klein-Wiele, 24.4.2005

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