Premiere war ein voller Erfolg

Premiere war ein voller Erfolg

Grünmettstetter Theatergruppe strapazierte die Lachmuskeln

 

 


GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Ein voller Erfolg war der Schwank „Bommels verrückte Heimkehr“ der Theatergruppe des Musikvereins „Harmonie“ Grünmettstetten. Schon vor der Saalöffnung waren die letzten Karten verkauft worden.

Die Premiere des Dreiakters im Grünmettstetter Sportheimsaal am Samstagabend wurde den Ansprüchen eines Lustspiels vollauf gerecht: Unterhaltsam und witzig präsentierte sich die Grünmettstetter Theatergruppe, so dass die Lachmuskeln des Publikums ein ums andere Mal strapaziert wurden. Das Erfolgsrezept hatte viele Zutaten: Die gelungene Besetzung der Rollen, die Inszenierung sowie die gekonnte Umsetzung ins Schwäbische.

Aber der Reihe nach: Bonifatius Bommel (Martin Wehle) ist vor über 20 Jahren in einer Nacht- und Nebelaktion nach Australien ausgewandert. Dort hat er zusammen mit seinem Freund Johann Knoll (Peter Kreidler) erfolgreich unternehmerische Fähigkeiten entwickelt und nie mehr etwas von sich hören lassen. Seine gutmütige Frau Erna (Regina Singer) trauert ihm heute noch nach. Doch seine Tochter Katrin (Stefanie Wehle) und Lotte Gickericki (Romy Saier) – die gute, aber wortgewaltige Seele des Hauses – stehen dem “Abziehbild von einem Vater und Ehemann” kritisch gegenüber. Zusammen mit Katrin und Lotte betreibt Erna eine Gastwirtschaft, die jedoch pleite ist. Hypotheken und Schuldschein sind eine große Belastung.

Doch auch Bommel schreibt plötzlich rote Zahlen wegen missglückter Geschäfte. Kein Wunder, wenn man Kühlschränke nach Grönland und Heizdecken nach Afrika verkauft. Zusammen mit seinem Freund Johann beschließt er deshalb seine Heimkehr. Als Landstreicher verkleidet, sondieren sie zunächst einmal inkognito die Lage und sorgen für allerhand Verwirrung. Dabei treffen sie auf die selbstgefällig auftretende Brauereibesitzerin Frieda Großkopf (Michaela Stehle), die alle Schuldscheine aufgekauft hat und Erna einen Ausweg aus dem Schlamassel aufzeigt. Sie soll ihren Mann für tot erklären lassen und Friedas trotteligen Bruder Erasmus (Dietmar Singer) heiraten, um die Schuldscheine auszulösen. Doch Erna will dies für kein Geld der Welt. Als Johanns adoptierter Sohn Stefan (Andreas Steiner) auftaucht, kommt die wahre Identität von Bonifatius ans Tageslicht. Lotte will ihn als Strafe am liebsten “mit nacktem Hintern auf die glühende Herdplatte setzen”, doch schließlich sind alle froh, dass Bonifatius wieder da ist. Gemeinsam hecken sie einen raffinierten Plan aus, um Frieda einen Denkzettel zu verpassen.

Regie führten Gabi Schweizer und Emil Wehle, für die Technik sorgten Wolfgang Schäfer, Walter Saier und Richard Saier. Die hervorragende Maske zeichneten Martina Niethammer und Rose Stäb. Die tollen schauspielerischen Leistungen belohnte das gemischte Publikum mit lang anhaltendem Applaus. Wer zur Premiere keine Zeit hatte oder vor ausverkauftem Saal stand: Am Ostersonntag, 11. April, wird das Stück um 20 Uhr im Sportheimsaal noch mal aufgeführt. Die Karten sind im Vorverkauf bei der Landmetzgerei Schetter, der Volksbank in Grünmettstetten und den Theaterspielern erhältlich.

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