OB Theurer weiht neuen Radweg ein

Sehnlicher Wunsch der Bürger geht in Erfüllung
OB Michael Theurer weiht neuen Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Grünmettstetten und Altheim ein

Horb-Grünmettstetten. Man hatte sich nicht gerade das beste Wetter ausgesucht, als am Montagmorgen der neue Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Grünmettstetten und Altheim offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich der eineinhalb Kilometer lange Weg gut in die Landschaft einfügt. Dass er schon rege benutzt wird, konnte man auch den Worten von Oberbürgermeister Michael Theurer entnehmen, der ihn bei einer Stadtwanderung auslotete: “Der Weg isch halt saumäßig gschickt.” Ein sehnlicher Wunsch der Bürger sei damit in Erfüllung gegangen und es sei schön, dass die Initiative von Grünmettstetten ausging.

Bei dem Termin wurden auch die übrigen in der Flurneuordnung Grünmettstettens ausgebauten Wege in Augenschein genommen und der Gemeinde zur Nutzung und Unterhaltung übergeben. Seit Beginn der Arbeiten im September 2000 wurden, so Projektleiter Eberhard Syga, 4,8 Kilometer Schotterwege, 5,8 Kilometer Asphaltwege und 2,5 Kilometer mit bituminöser Spritzdecke bei einem Kostenaufwand von 1,3 Millionen Mark (664 679 Euro) ausgebaut. Der Ausbau sei damit im Wesentlichen fertiggestellt, mit Ausnahme der Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der B 28 (neu) stehen. Projektleiter Syga äußerte die Sorge, dass durch die Verzögerung beim Straßenausbau auch der Ablauf des Flurneuordnungsverfahrens verzögert werden könnte. Nach dem Wegeausbau steht die Ausführung von Landschaftspflegemaßnahmen an. Unter anderem sind dabei entlang des Radweges eine Heckenpflanzung sowie die Anlage eines Obstbaumlehrpfades vorgesehen. Die Planung berücksichtige damit Ökomaßnahmen “zu mehr als 100 Prozent”, betonte Emil Bauer, Leiter des Amtes für Flurneuordnung und Landentwicklung.

Der Appetit komme beim Essen, meinte auch OB Theurer und spielte damit auf den positiven Effekt an. Der ganze Ort profitiere von der Flurbereinigung, an der sich die Stadt mit erheblichen Mitteln beteilige. Letztendlich mit 180 000 Mark (92 032,56 Euro). Im Übrigen habe die Stadt immer gedrängt, dass die Planung der B 28 (neu) vorangetrieben werde, um sie in die Flurbereinigung hineinzubekommen. Diese könne erst abgeschlossen werden, wenn die Bundesstraße gebaut sei.

Andererseits soll durch Flächenbereitstellung und Bodenordnungsmaßnahmen im Zuge des Flurneuordnungsverfahrens der Ausbau der B 28 (neu) unterstützt werden, so Projektleiter Syga.

Peter Kreidler, Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, hob lobend hervor, dass er immer in die Planung mit einbezogen worden sei. Nach achtjährigem Ringen sei man nun am Ziel angelangt und habe ein leistungsfähiges Wegenetz. Der Bereich B 28 (neu) sei zwar noch ein Dorn im Auge, doch hoffe man, dieses Problem im Zuge der Flurbereinigung lösen zu können.

Ortsvorsteher Karl Kocheise hofft, durch den Ausbau künftige Bauhofeinsätze einsparen zu können.
Von Hans-Heinz Hötzel

In einem symbolischen Akt durchschnitt OB Michael Theurer (Zweiter von rechts) das Band und übergab den Rad- und Wirtschaftsweg seiner Bestimmung. Mit auf dem Bild (von links): Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Peter Kreidler, Ortsvorsteher Karl Kocheise, Emil Bauer vom Amt für Flurneuordnung und der stellvertretende Ortsvorsteher von Altheim, Anton Scherrmann.

Quelle: Schwarzwälder Bote vom 11.09.2001

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