Nur eine kleine Kerze

Nur eine kleine Kerze

Ein Symbol fürs Heil beim Jugendgottesdienst

GRÜNMETTSTETTEN (ik). Die Jugendlichen des Dekanats brachten am Samstagabend Schwung in die katholische Kirche in Grünmettstetten. Begleitet von der Gruppe „Aufwind“ gestalteten sie am Weltkindertag einen Jugendgottesdienst.

Pfarrer Armin Noppenberger – hier in Siegerpose – wurde am Samstag Abend in Grünmettstetten zum neuen Dekanats-Jugendseelsorger gewählt. Bild: Kuball
 
 

Anschließend wurde Pfarrer Armin Noppenberger noch schnell zum Dekanats-Jugend-Seelsorger gewählt, dann wurde gefeiert.

Weltoffenheit, Toleranz, Nächstenliebe und Frieden waren Themen, die beim Jugendgottesdienst in Grünmettstetten immer wieder zur Sprache kamen. Und um symbolisch zu zeigen, wie vielseitig die Erde ist, rollten die Jugendlichen einen riesigen, aufblasbaren Globus in die Kirche, der schließlich zu dem Lied „We are the world“ über die Köpfe hinweg durch die Reihen gegeben wurde. Beim Singen mit der Gruppe „Aufwind“ war Klatschen unbedingt erlaubt.

„Schau doch mal über den Tellerrand“, appellierten Corinna Beichel, Thomas Ludwig, Olga Heinrich, Sarah-Lena Weber und Marina Genkinger an die Gottesdienstbesucher, ihre eigene Situation und auch die der Anderen bewusster wahrzunehmen. Über Grenzen zu gehen, sich klar darüber zu werden, dass es kein Privileg ist, in die Erste Welt hineingeboren zu sein, in der das täglich Brot selbstverständlich ist.

Dann plötzlich ging das Licht in der Kirche aus. Stockdunkel war es – bis Pfarrer Noppenberger eine einzige kleine Kerze entzündete, deren Licht bis zur letzten Kirchenbank vordrang. „Was wäre eine Kerze, die nie geleuchtet hätte?“, fragte er in die Runde. Auch der Mensch kann leuchten. „Vor dem Großen ist es nicht wichtig, ob wir eine kleine oder eine große Kerze sind. Es ist nur wichtig, dass wir den Menschen in der Welt leuchten. So, dass sie das Gute sehen.“ Passend dazu hatte der Pfarrer das Gleichnis vom Salz der Erde und dem Licht der Welt aus dem Matthäus-Evangelium ausgewählt. Auch das Glaubensbekenntnis war in diesem Gottesdienst anders. Jeder musste für sich die Frage nach dem Glauben beantworten.

Im Anschluss trafen sich alle Pfarrleiter und Mitarbeiter der Jugendarbeit, Oberministranten und Verbandsvertreter zu einer außerordentlichen Dekanatsversammlung im Gemeindehaus. Dort wählten sie Noppenberger einstimmig zum Jugend-Seelsorger. Der wiederum ließ sich nicht lumpen und gab im Jugendraum „Ranch“ erstmal eine Runde aus.

Gemeinsam mit den Jugendlichen feierte er dort nicht nur seine Wahl, sondern auch den durchaus gelungenen Jugendgottesdienst. Im Dekanat freut man sich bereits auf den Weltjugendtag im kommenden Jahr 2005, wenn Tausende Jugendliche aus aller Welt nach Deutschland kommen, um gemeinsam den Glauben zu feiern.

Quelle: www.neckar-chronik.de, 22.11.2004

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