Musizieren für guten Zweck

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Grünmettstetter Akkordeonorchester hilft Obdachlosen in Stuttgart

GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Mit weihnachtlichen Klängen stimmte am Samstagabend das Grünmettstetter Akkordeonorchester auf Christi Geburt ein. Der Erlös der Weihnachtsfeier kommt Obdachlosen und Bedürftigen in Stuttgart zu Gute.

Am Samstag vor Weihnachten ist im Grünmettstetter Sportheimsaal jedes Jahr eine Weihnachtsfeier der besonderen Art: Das Akkordeonorchester unterstützt mit dem Erlös der Veranstaltung soziale Hilfsprojekte. Dieses Jahr geht das Geld nach Stuttgart. Immer montags treffen sich teilweise über 30 Obdachlose und Bedürftige in einem ehemaligen Lebensmittelladen in der Stuttgarter Innenstadt. Pfarrer Roland Renz und seine fünf engagierten Mitarbeiter schaffen dort einmal pro Woche einen Ort der Begegnung und der Kommunikation sozialer Randgruppen. Gemeinsam mit Claudia Ebert, eine seiner freiwilligen Helferinnen, stellte Renz die „Wärmestube“ am Samstagabend vor. Für die Obdachlosen werde beispielsweise jeden Montag eine warme Mahlzeit bereitet, sagte Renz: „Wichtig ist vor allem der Gedankenaustausch.“ Morgens findet jedes Mal ein Gottesdienst statt.

Manfred Dettling, Vorsitzender des Akkordeonorchesters, erinnerte an den Erlös des letzten Jahres. Mit über 1000 Euro habe man bedürftigen Kindern in Tansania helfen können. Karl-Heinz Kufner führte durchs Programm und kündigte den Zuhörern zu Beginn eine besinnliche und schöne Weihnachtsfeier an. Das abwechslungsreiche Programm sollte halten, was es versprach: Zu Beginn stellte das Anfängerorchester unter der Leitung von Irina Lang sein Können unter Beweis: Mit den Stücken „Pop-Style“, „Dreaming“, dem Weihnachtsliederpotpourri „Heilige Nacht“ sowie solistischen Einlagen überzeugten die Nachwuchsspielerinnen und Spieler das Publikum. Danach trat das Hauptorchester, dirigiert von Matthias Geis, auf die Bühne: Die Titel „Rudolf, der rote Nasenbär“ und „Leise rieselt der Schnee“ schufen vorweihnachtliche Stimmung. Passend dazu erzählte Kufner eine moderne Version der Weihnachtsgeschichte, die durch Bilder visuell untermalt wurde. Ein Wanderzirkus ist wie die biblischen Vorbilder auf der Suche nach einem Quartier, doch keiner möchte sich dem fahrenden Volk erbarmen. Es ist Winter und die Lage spitzt sich für Tiere und Menschen immer weiter zu. Doch zu guter Letzt findet sich doch noch eine Lösung und die Geschichte endet glücklich.

„A Sentimental Reflection“ und „Barcarole“ erklangen vor der Pause. Danach trat das Vokalensemble „d’accord“ aus Seebronn auf die Bühne. Die 10 Sängerinnen und Sänger glänzten mit schönen „à capella“-Titeln wie „Guten Abend, liebe Gäste“ oder „Kriminal Tango“. Seit zwei Jahren singt das Ensemble unter der Leitung von Alexander Praun zusammen. Nach der Pause ertönten klangvoll „Il est ne le divin enfant“, „Sleigh Ride“, „White Christmas“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Quelle: Christian Klein-Wiele, 19.12.2004

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