Mit Förster auf den Hochsitz geklettert

Mit Förster auf den Hochsitz geklettert
Horb-Grünmettstetten. “Ich hab einen Dachs gesehen”, ruft ein kleiner Junge, während er seiner Nachbarin das Fernglas reicht. Vom Hochsitz aus machen die Grünmettstetter Kinder im Seewald viele Entdeckungen.
Das Waldprojekt des Kindergartens ging gestern in die zweite Runde. Nachdem die 40 Kinder sich am ersten Tag an die Natur gewöhnen durften, gingen sie nun mit den beiden Förstern Peter Daiker (Grünmettstetten) und Ferdinand Schorpp (Waldachtal) auf Entdeckungstour.
“Die Kinder sollen den Wald mit allen Sinnen erfahren”, erklärte Kindergartenleiterin Emmi Klump, die den Nachwuchs mit den Erzieherinnen Jutta Schäfer, Martina Hopf und Ute Kreidler begleitete. So warteten Tastspiele und Riechspiele mit Tannenzapfen und Blättern auf die Kleinen. “Nur wenn sie den Wald lieben, werden sie ihn später einmal schützen”, betonte Emmi Klump.
Ferdinand Schorpp brachte den Kindern die Bewohner des Waldes näher. So gab es einen Dachsbau und ein Ameisennest zu bestaunen. Da Reh und Wildschwein sich vor den kleinen Besuchern nicht blicken ließen, mussten die Kinder allerdings mit deren Präparaten vorlieb nehmen.
Die Gruppe von Peter Daiker hatten währenddessen mit verbundenen Augen einen Barfußpfad zu absolvieren. Erde und Sägemehl waren für die kleinen Füße kein Problem, doch die kitzelnden Fichtenzweige sorgten für Gekicher.
Auch sonst gab es allerhand Wissenswertes über den Wald zu erfahren. Zum Beispiel, dass der große Baum so alt wie eine Oma ist. Oder welche Aufgaben der Förster zu erledigen hat. “Er muss kranke Bäume absägen”, wusste ein Mädchen zu berichten.
“Wir wollen die Kinder für den Wald begeistern”, lautete die Intention der beiden Förster, denn das Spiel in der Natur sei heute oft nicht selbstverständlich. Doch die Begeisterung war schnell geweckt. Und heute warten neue Abenteuer in der Natur.
Quelle: www.swol.de, 9.6.2005

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