Kleindenkmale akribisch erfasst

Kleindenkmale akribisch erfasst

Horb-Grünmettstetten. 186 Grenzsteine, Feldkreuze und Bildstöckle hat Karl Dengler auf der Gemarkung Grünmettstetten gefunden, gereinigt, fotografiert und katalogisiert. Diese Arbeit füllt einige Aktenordner und wurde bei der Ortsschaftsratssitzung an Ortsvorsteher Karl Kocheise übergeben.

Heinz Schmid, Vorsitzender der Horber Kleindenkmalfreunde berichtete über die Arbeit und die Erfolge seines Vereins, der Mitglied in der Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale in Baden-Württemberg (GEEK) ist. Im Jahre 1900 gab es noch 2000 Sühnekreuze im Lande, und bis zum Jahre 1985, dem Gründungsjahr der GEEK, gab es noch 1100 solcher Kleindenkmale.

Auf der Gemarkung Horb stehen sechs Sühnekreuze, um deren Erhalt sich der Horber Verein kümmert. In Grünmettstetten wurde in früheren Jahren schon damit begonnen, Kleindenkmale zu registrieren. Die Fortsetzung dieser aufwändigen Arbeit hat nun Karl Dengler übernommen und zu Ende geführt.

Von den früheren Aufzeichnungen fehlen 34 Steine, so dass 132 Grenzsteine erfasst wurden, von denen wiederum 68 Exemplare historische Bedeutung haben. So weisen mehrere Grenzsteine Inschriften des früheren Hohenzollern, des Königreiches Württemberg und von Vorderösterreich auf.

Kocheise hat sich selbst von der Arbeit überzeugt, ist er doch die gesamte Markungsgrenze abgelaufen und hat sich dabei die teilweise hochinteressanten Zeugen der Grünmettstetter Geschichte angesehen. Das Ziel der Kleindenkmalfreunde, die Steine und Denkmale auf der gesamten Horber Markung zu erfassen, ist noch nicht erreicht.

Altheim, Bildechingen und Talheim fehlen noch, aber Schmid und Dengler sind zuversichtlich, dass der Rest innerhalb der nächsten drei Jahre zu schaffen ist. Dann wird es wieder einen Preis für die Kleindenkmalfreunde geben, denn bislang ist dies noch keinem Verein in Baden-Württemberg gelungen. Immer wieder werden Grenzsteine in Vorgärten und auf Privatgrundstücken entdeckt, wobei hier die Rechtslage absolut klar ist, wer solche Steine hat, besitzt sie zwar, aber Eigentümer ist und bleibt das Land , so Schmid.

Quelle: www.swol.de, 24.10.2004

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