Kaum Luft für neue Maßnahmen

Kaum Luft für neue Maßnahmen

Horb-Grünmettstetten. Der Ausbau der Lindenkreuzstraße läuft. Die Gesamtmaßnahme kostet 114 000 Euro. Der Ortschaftsrat Grünmettstetten beschloss in seiner Sitzung, die beim Ausbau anfallenden Restflächen an die Anlieger zu verkaufen.

Der Gehweg wird mit Bitukies hergestellt, welcher immer wieder durch Betonpflaster unterbrochen wird. Der Lindenkreuzplatz wird mit einem Betonpflasterbelag versehen. Auf Anregung von Michael Wehle soll noch eine Mauer beim Lindenkreuz saniert werden. Das Lindenkreuz selbst soll über Spenden restauriert werden, so der Vorschlag von Erich Jung.

Auf der Tagesordnung stand auch die Anhörung zur Haushaltskonsolidierung 2004 und zur Änderung der Hauptsatzung der großen Kreisstadt Horb. Bauanträge sollen zukünftig überwiegend direkt von Horb aus abgewickelt werden. Die Vereine sollen die Mitteilungsblätter direkt über den Verlag beschicken. Kurzfristig sollen die Öffnungszeiten in der Ortschaftsverwaltung reduziert werden.

Horb will in der Gesamtverwaltung 20 Planstellen abbauen, davon bei den Ortschaftsverwaltungen 4,5. Erich Jung präsentierte im Rahmen eines Vortrags die Situation der Stadt, der in den kommenden drei Jahren sieben Millionen Euro “fehlen”.

Ratsmitglied Michael Wehle befürchtet, dass die Reduzierung der Öffnungszeiten auch eine Reduzierung des Bürgerservice bedeutet. Man könne anders sparen, so bei den Spatenstichen, bei denen immer viele Leute dabei seien. Rodolfo Panetta gab zu Protokoll, dass ihm die geplanten Einsparungen nicht weit genug gehen. Michael Wehle befürchtet bei der Verlagerung der Bauanträge nach Horb, dass ein Mitspracherecht verloren gehe. “Bin ich nur hier, um zu nicken?”, so seine kritische Frage. Ein Bolzplatz ist auch schon seit drei Jahren Thema. Dieser sollte bei der Schule errichtet werden. Da dieser Platz im Landschaftsschutzgebiet liegt, ist die Zustimmung des Landratsamtes als untere Naturschutzbehörde fraglich.

Ortsvorsteher Karl Kocheise stellte noch den Haushalt für 2004 vor. Für den Ausbau der Lindenkreuzstraße konnten aus 2003 insgesamt 28 600 Euro Fremdmittel und 45 000 Euro Bauhofleistungen übertragen werden.

Für weitergehende Maßnahmen wie der Ausbau der Seestraße bleibe kaum Luft, so Kocheise.
Von Jürgen Baiker http://www.swol.de

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