Jugend als Basis für den großen Wurf

Jugend als Basis für den großen Wurf

Horb-Grünmettstetten. 100 Jahre alt und doch voll im Saft. So präsentiert sich der Schützenverein Grünmettstetten vor den Feierlichkeiten, die vom 22. bis 25. Juli dauern werden.

Die Mitglieder üben ihre Leidenschaft fürs Schießen auf vereinseigenem Grund und Boden aus. “Wie liegen niemandem auf der Tasche”, betonen die Vorstandsmitglieder. Selbst das umfangreiche Jugendengagement wird über das eigene Budget gestemmt.

Mitgliederbeiträge, die Einnahmen aus dem Betrieb des Schützenhauses und der “Schießbude” sowie Feste und Spenden – schon kommt genügend zusammen, um den Verein auf gesunden wirtschaftlichen Beinen zu halten.

Auf reichlich Betrieb hoffen die Verantwortlichen auch während der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsbestehen vom 22. bis 25. Juli. Rund 30 Personen sind derzeit mit den Vorbereitungen beschäftigt, beim Fest werden alle 100 Mitglieder gefordert sein, betont Ausschussmitglied Bernd Heiberger.

Von den Einnahmen soll insbesondere die Jugendarbeit profitieren, die ein Prunkstück des Vereins darstellt. Derzeit sind 17 Jugendliche sowie eine Gastschützin aktiv, informiert Jugendleiter Kai Kocheise. Diese kommen überwiegend aus Grünmettstetten, aber auch aus Bittelbronn, Rexingen und Altheim. “Selten hatten wir so viele Jugendliche auf solch hohem Niveau”, so seine Einschätzung. Zehn Jungschützen könnten auf Landesebene mithalten, was es während der langen Geschichte noch nie gegeben habe.

Neben intensivem Schießtraining wird die Ausdauer mit Radfahren und Laufen aufgepeppt. Hinzu kommen gesellige Aktivitäten wie Zeltlager, Schlittschuhlaufen oder Schwimmen. Das Umfeld müsse stimmen, ansonsten blieben die Jugendlichen dem Verein nicht allzu lange erhalten, so Kocheise. “Die sportliche Seite hat aber eindeutig Vorrang”, stellt er klar.

Problematisch sieht er die Vorgabe des Gesetzgebers, dass Kinder erst ab dem Alter von zwölf Jahren die Erlaubnis zum Schießsport erhalten. “Zwischen neun und 13 Jahren lernen die Kinder am meisten”, ist sich Kocheise sicher. Um für die unter Zwölfjährigen eine Schießerlaubnis zu erhalten, benötige man eine Sondergenehmigung des Ordnungsamtes.

Langfristig hat der Verein große Ziele. So sollen möglichst viele Teilnehmer den Sprung zur deutschen Meisterschaft packen. Zudem soll die aktive Mannschaft in die Landesliga aufsteigen – wofür die Jugendarbeit die unverzichtbare Basis bildet.

Quelle: www.swol.de, 11.04.2005

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.