Investitionen in die Zukunft

Investitionen in die Zukunft

Grünmettstettens Schützenverein „Hubertus 05“ feiert 100jähriges (3)

GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Großes Jubiläum der Grünmettstetter Schützen vom 22. bis 25. Juli: Die letzten 15 Jahre waren geprägt von viel Arbeit und einem kontinuierlichen sportlichen Aufwärtstrend.

Im Februar 1989 wurde bei der Hauptversammlung dem Entwurf zum Neubau eines Schützenhauses von Architekt Arnold Lipp zugestimmt. Einen neuen Rosenstand für Feste nahm man ebenfalls in Angriff. Die Genehmigung und das Lärmschutzgutachten fürs neue Schützenhaus gingen länger als geplant, so dass der Spatenstich erst am 10. März 1990 vollzogen werden konnte. Schon Anfang Juli war Richtfest. Das erste Training fand nach dem Auszug aus dem alten Schulhaus im Spätsommer 1992 statt. Weihbischof Dr. Johannes Kreidler gab schließlich am ersten Septemberwochenende 1993 den geistlichen Segen. Nach ungefähr 7000 Arbeitsstunden fand das Einweihungsfest im Vereinssaal des Sportheims statt. Auch als Veranstaltungsraum dient seither das Schützenhaus.

Im Juli 1995 war 90jähriges Jubiläum mit einem Jedermannschießen und vielen Ehrungen. Im selben Jahr initiierte man zur Aufbesserung der Vereinskasse „Tommys Disco“, die alle drei Monate regen Zulauf fand und die Schulden vom neuen Haus schnell verringerte. Sportlich geht es seither kontinuierlich bergauf: Der Doppelaufstieg der ersten Mannschaft 1999 von der Kreisklasse in die Bezirksliga und gleichzeitig in die Pokal A-Klasse war eine logische Konsequenz. Im November 1999 wurde der alte Kleinkaliberstand durch eine neue KK-GK-Anlage ersetzt. Der Bau einer hochmodernen computergesteuerten GK-Anlage begann im Frühjahr 2000. Mit modernster Technik kann man seither auf 50 und 100 Meter schießen. Die Scheiben werden nicht mehr wie früher manuell ausgewertet. Die Ergebnisse wertet ein Computersystem nach elektronischer Vermessung automatisch aus und zeigt sie auf dem dazugehörigen Bildschirm an. Die Einweihung der Hightech-Anlage, die in 3600 Arbeitsstunden gebaut wurde, nahm Ende Juli 2001 Pfarrer Alois Hönle vor. Im gleichen Jahr wurde zum ersten Mal das Königsvogelschießen ausgerichtet, an dem sich jeder beteiligen kann und das auch in Zukunft am Pfingstmontag in Verbindung mit einem Familientag fortgeführt werden soll. 2002 hat der Verein sogar einen Weltmeister hervorgebracht: Wolfgang Wehle schlug in der Disziplin „100 Meter Freigewehr“ die gesamte internationale Konkurrenz.

In den 100 Jahren hatte der Verein viele Vorsitzende. In chronologischer Reihenfolge bekleideten dieses Amt vor dem Krieg Martin Dettling, August Dettling, Wilhelm Schäfer, Josef Stehle, Josef Fritz, Konrad Kaupp und Max Wehle. Nach der Wiedergründung folgten auf Lorenz Steimle Georg Maier, Herbert Dettling, Josef Appenzeller, Reinhard Andres und aktuell Herbert Gaiser. Ausschussmitglied Bernd Heiberger, der die Vereinsgeschichte zum 100jährigen Jubiläum aufarbeitete, blickt optimistisch in die Zukunft: „2005 wird wahrscheinlich das erfolgreichste Schützenjahr des Vereins. Vor allem die Jugendtruppe unter Kai Kocheise verspricht hohes Potential.“ Kocheise selbst ergänzt, dass die 17 Jugendlichen auf einem sehr hohen Niveau seien: „Wir können sogar auf Landesebene mithalten, so viele gute Jugendliche hatten wir noch nie.“ Langfristig seien Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften im Visier.

Quelle: Christian Klein-Wiele, 24.7.05

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