Hexentaufe und „Dakini“-Ehrung bei Fasnetseröffnung

Hexentaufe und „Dakini“-Ehrung bei Fasnetseröffnung

 

Fasnetseröffnung in Grünmettstetten: Die „Mettstetter Steinachhexen“ feierten ausgelassen den Beginn der närrischen Zeit, tauften vier neue Hexen und erhoben altgediente Närrinnen und Narren sogar zu „Dakinis“. Von „einem kleinen Meilenstein in der Vereinsgeschichte“ sprach Vorsitzender Egon Schmidberger: „Die Hexen, die 15 Jahre – also seit Gründung – dabei sind und mindestens 40 Jahre alt sind, haben ihren Dienst als Hexe erfüllt.“ Armin Singer, Jutta Saier, Anita Wild, Manfred Saier und Georg Wild dürfen sich ab sofort „Dakini“ nennen, was übersetzt „alte, weise Hexe“ bedeutet. Das ist keine neue Gruppe, sondern nur ein höherer Rang innerhalb der Steinachhexen. Da viele Ältere mit Familie und Kindern weniger Zeit hätten und deshalb aus der Hexengruppe aussteigen wollten, sagte Schmidberger, habe man sich diese neue Ehrung überlegt, die ein sorgenfreies Hexendasein garantiere. Die Dakinis haben fortan keine Verpflichtungen mehr. Beispielsweise können Sie sich aussuchen, bei welchen Umzügen sie mitlaufen. Schmidberger: „Natürlich gelten die Grundregeln der Hexen auch für die Dakinis. Auch bei Arbeitseinsätzen müssen sie in Zukunft zur Stange halten.“ Erkennbar sind die „weisen Hexen“ an einem speziellen Wappen am Kopftuch und der Bluse. Auf einer Sänfte wurden sie feierlich zum Hexenthron getragen, wo die Ehrung vollzogen wurde. Bei der Fasnetseröffnung wurden auch vier neue Hexen aufgenommen: Hexenmeister Christoph Maier verlangte von Beatrix Dieter-Junge, Jessica Kaupp-Hohnerlein, Verena Sackmann und Tia Lipp den Treueschwur. Doch damit nicht genug: Eine spezielle Taufe mit einem Gemisch aus Most und Knoblauch „muss über euch ergehen, sonst könnt ihr während der Fasnet nicht bestehen“, sagte Maier. Nach einem kräftigen Schluck Pepperoni-Schnaps hatten es die Anwärter geschafft. Um 0 Uhr begingen die Gründungsratmitglieder Armin Singer, Roland Gaiser und Egon Schmidberger die spezielle Zeremonie zum Beginn der Fasnetseröffnung. Nach dem Maskenabstauben wurde gefeiert bis in die Morgenstunden.

Quelle: Christian Klein-Wiele, 6.1.2005

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