Gute Jugendarbeit im Mittelpunkt

Gute Jugendarbeit im Mittelpunkt

Schützenverein „Hubertus 05“ ehrt zum Jubiläum verdiente Mitglieder

 

                    

GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Die Jugendarbeit des Grünmettstetter Schützenvereins „Hubertus 05“ genießt über die Ortsgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Das betonten zahlreiche Redner bei den Ehrungen zum 100jährigen Jubiläum.

Im Festzelt beim Schützenhaus im Murgental begann der Sonntagnachmittag spannend: Über 300 Preise wechselten bei einer groß angelegten Tombola den Besitzer. Fast 1000 Lose waren im Vorfeld verkauft worden. Als es um den zweiten Preis ging, stieg die Anspannung im Festzelt merklich: Zu gewinnen war eine Ballonfahrt, die noch um 17 Uhr starten sollte. Ausschussmitglied Dieter Braun verkündete den Sieger: Ausgerechnet Ballonfahrer Armin Faßnacht selbst sollte strahlender Gewinner sein. Nach viel Gelächter und unter tosendem Applaus des Publikums gab es eine zweite Ziehung, in der Julia Kreidler gewann. Und, man konnte es kaum glauben, das Losglück scheint in der Familie zu liegen: August Kreidler, Vater der strahlenden Ballonfahrtsiegerin, holte sich den ersten Preis, einen Flachbildschirm, ab. Kurios auch deshalb, weil August Kreidlers Vater vor zehn Jahren schon Hauptgewinner war. Da machte es auch nicht viel aus, dass die Ballonfahrt wegen der schlechten Witterung abgesagt wurde. Bei besserem Wetter soll es bald in die Luft gehen. 
Oberschützenmeister Herbert Gaiser schilderte beim Festakt am Sonntagabend kurz die Geschichte des Vereins. Seine Anerkennung galt den Gründern, die erst nicht durch den Pfarrer anerkannt wurden und während den beiden Weltkriegen, in denen Schützenvereine verboten waren, Durchhaltevermögen gezeigt hätten: „Sie gingen mit dem Verein durch Höhen und Tiefen.“ Oberbürgermeister Michael Theurer betonte die Einmaligkeit eines 100jährigen Vereinsjubiläums: „Nur wenige Vereine können auf so eine lange Geschichte zurückblicken.“ Sport trage gerade in unruhigen Zeiten zur Stabilität der Gesellschaft bei. Zum Fest überreichte Theurer einen Scheck der Stadt Horb. Hannelore Lange vom Württembergischen Schützenverband sagte, die Traditionspflege und Jugendförderung würde von den Hubertusschützen vorbildlich vorgenommen. Bezirksoberschützenmeister Udo Gühring lobte die „beeindruckende Hubertusmesse“ am Vorabend. Gute Erinnerungen habe er noch an die Saalschießen, die bis in die späten 70er Jahre im Gasthaus „Pflug“ in Grünmettstetten abgehalten wurden. Karl-Heinz Hofmeister, Kreisoberschützenmeister im Kreis Neckar-Zollern, bescheinigte den Schützen eine gute Vereinspolitik. Wirtschaftlich stünde man auf gesunden Beinen: „Vor allem die Jugendarbeit ist toll, was in großen Teilen an Jugendleiter Kai Kocheise liegt.“ Hofmeister ist überzeugt, dass die „Nachwuchsschützen in naher Zukunft noch groß aufhorchen lassen werden.“
Sportkreisvorsitzender Werner Schillsott überbrachte Glückwünsche vom Württembergischen Sportverband. Das stolze Jubiläum werde mit einem hervorragenden Festprogramm gebührend gefeiert. Trotz stürmischer Entwicklungen im gesellschaftlichen und politischen Bereich habe der Verein seine eigene Identität gewahrt. Karl-Heinz Neff, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sporttreibender Vereine (ARGE) sagte, dass „ohne den Schützenverein die Stadt, das Land und Grünmettstetten um einiges ärmer“ seien.
Mit berechtigtem Stolz könne der Schützenverein auf das vergangene Jahrhundert schauen, stimmte Ortsvorsteher Karl Kocheise zu: „Durch die Verknüpfung der sportlichen Interessen mit Geselligkeit bereichere man das Gemeinschaftsleben in Grünmettstetten.“ Maria Schweizer und Marianne Kreidler vom Katholischen Frauenbund in Grünmettstetten überbrachten den Schützen zum Jubiläum eine rote Laterne: „Für den letzten, der vom Fest heimläuft.“
Manfred Schäfer (Ehrenabzeichen in Gold), Ludwig Appenzeller (Silber) und Daniel Kreidler (Silber) wurden vom Bezirk Neckar-Zollern für ihre besonderen Verdienste um den Schützenverein ausgezeichnet. Kai Kocheise, Erich Kalbacher und Reinhard Andres erhielten die goldene Nadel vom Württembergischen Schützenverband. Zu Ehrenmitgliedern wurden Karl Kufner und Helmut Schupp ernannt. Hartmut Ade erhielt für seine besonderen Leistungen beim Bau des Schützenhauses und der Schießanlage einen Geschenkkorb. Im Anschluss sorgte Alleinunterhalter Axel Lehmann für gute Laune im Festzelt.

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