Grünmettstetter Flurneuordnung macht Fortschritte

Grünmettstetter Flurneuordnung macht Fortschritte

Eberhard Syga informiert Ortschaftsrat über laufendes Verfahren/Auch Straßen in Ortslage mit 50 Prozent bezuschusst

Horb-Grünmettstetten. Ortschaftsrat Erich Jung fasste am Schluss zusammen: „Die Flurneuordnung ist ein Segen. Andere Ortschaften entlang der künftigen B28 werden von kommen.” Eberhard Syga vom Flurbereinigungsamt hatte in der Ortschaftssitzung am Donnerstag über das laufende Verfahren berichtet, welche Maßnahmen abgeschlossen sind und wie es weitergehen soll.

Dreiviertel des Feldwegenetzes sind hergestellt. Der Rest soll nach Ostern ausgeschrieben und noch im laufenden Jahr in Angriff genommen werden. Dann bleiben nur noch die Wege übrig, die im Zuge der neuen B 28 zu bauen sind.

Mit den begleitenden Pflanzmaßnahmen, zum Beispiel in Richtung Altheim, soll nach Ostern begonnen werden. Das Holzwerk Dölker will sich in die Pflanzarbeiten mit einbringen. Im Herbst wird mit der Aufmessung des Wegenetzes und mit der Bodenwertermittlung begonnen. Zusätzliche Wegebaumaßnahmen können eventuell noch aufgenommen werden, da man bisher rund 77 000 Euro günstiger hingekommen sei als im Kostenvoranschlag vorgesehen, so Syga. 654 000 Euro sind bisher verbaut worden.

Im Zuge der Flurbereinigung will man im Gewann „Morgental” ein Schuppengelände ausweisen, um nicht privilegierten Landwirten die Möglichkeit zur Unterbringung von landwirtschaftlichen Geräten zu geben. Doch ist das Vorhaben gefährdet, da bisher nur zwei Landwirte Interesse bekundet haben. Auch ist der vorgesehene Standort wegen der Nähe zum Sportplatz umstritten. Alternativ wurde ein Standort beim Gewann „Mittelweg” genannt. Weiter auf der Wunschliste der Ortschaft steht der Bau eines Bolzplatzes im Gewann „Untere Wiesen” südöstlich der Schule. Ortschaftsrat Michael Wehle befürchtet hier allerdings Beschwerden von Seiten der Anlieger.

Gefördert wird auch der Ausbau von Straßen in Ortslage, wie die Aschenbergstraße, Killbergstraße, Lindenkreuzstraße, ein Stück Seestraße und das Weißgässle. Pro laufenden Meter Straße werden 500 Euro angesetzt, der Zuschusssatz beträgt 50 Prozent. Die Hälfte der Kosten bleibt also an Grünmettstetten hängen. Das Planungsbüro Vandeven wurde von der Stadtverwaltung mit der Ausarbeitung eines Gestaltungsplanes für die Lindenkreuzstraße beauftragt, der bis Ende März vorliegen soll. Gefördert werden auch Bereiche mit Platzcharakter beim Rathaus, bei der Einmündung des Ölmühlenweges und beim Lindenkreuz sowie de Erwerb und Abbruch von Gebäuden, wenn Folgemaßnahmen von öffentlichem Interesse vorgesehen sind. Ebenso Maßnahmen der Grünordnung innerorts mit einem Fördersatz von 85 Prozent.

Im Verlauf des Sommers werden die Ausbaupläne aufgestellt, bis Ende des Jahres sollten sie genehmigt sein, sodass die Mittel im kommenden Jahr bewilligt werden können. Für die Ausführung der Maßnahmen nimmt man sich dann acht bis zehn Jahre Zeit. Die Ausführungskosten in Innerortslage werden auf rund 770 000 Euro geschätzt (ohne Kanal und Wasser). Davon wird die Hälfte durch Zuschüsse im Zuge der Flurneuordnung abgedeckt.

Quellle: Schwarzwälder Bote vom 16.03.2002

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