Grünmettstetten will beim Bolzplatz hart bleiben

Grünmettstetten will beim Bolzplatz hart bleiben


GRÜNMETTSTETTEN (la). Dem Bescheid der unteren Naturschutzbehörde, die einen Bolzplatz im Landschaftsschutzgebiet „Untere Wiesen“ ablehnt, will sich der Ortschaftsrat nicht beugen. Einstimmig beschloss er, eine befristete Nutzungserlaubnis zu beantragen. Der vom Ortschaftsrat ausgesuchte Standort ist nun mal der beste, davon sind die Räte überzeugt. Er ist eben, Erdbewegungen sind daher überflüssig. Er liegt zentral und ist so von vielen Kindern gut zu erreichen – und er ist gerade soweit vom Dorfzentrum entfernt, dass er relativ wenig stört und doch noch gut zu kontrollieren ist. Die Pläne für einen Bolzplatz hat der Ortschaftsrat schon seit drei Jahren in der Schublade. 40 auf 20 Meter groß soll er werden. Zwei Tore sind vorgesehen. Nun hat die untere Naturschutzbehörde diesem Plan, zumindest an der bevorzugten Stelle, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ortsvorsteher Karl Kocheise verlas den ablehnenden Bescheid. Bolzplätze sind in Landschaftsschutzgebieten unerwünscht. Mit einer Ausnahmegenehmigung tut sich die Behörde schwer, man wolle keinen unerwünschten Berufungsfall schaffen. Dem Wunsch nach einem Bolzplatz haben 250 Bürgerinnen und Bürger, nicht nur Eltern von Grünmettstetter Kindern, mit ihrer Unterschrift Nachdruck verliehen. Der Ortschaftsrat unterstützt diesen Wunsch, zumal die Elternschaft ihre Mitarbeit beim Bau und bei der spätern Überwachung zugesagt hat. Deshalb will der Ortschaftsrat die Kröte des Ablehnungsbescheides nicht klaglos schlucken. Er wird eine befristete Ausnahmegenehmigung beantragen. Der Alternativplatz liegt weit ungünstiger am nordöstlichen Ende der Waldbrunnenstraße. Dort sähe das Landratsamt den Bolzplatz lieber. Der Ortschaftsrat ist wegen der Nähe zum Friedhof, der Anbindung an eine Straße und der nahen Wohnbebauung dagegen. Rodolfo Panetta wollte die Belange der Kinder im Vordergrund sehen. Ohnehin würde heutzutage keine Behörde mehr eine Ortschaft, wie in Grünmettstetten geschehen, derart mit Landschaftsschutzgebieten in ihrer Entwicklung behindern. Dietmar Singer drängte auf baldige Umsetzung. Der Bolzplatz müsse im Frühjahr angelegt werden. Primär wolle die Jugend einen Bolzplatz, der Standort sei sekundär.

Quelle: www.neckar-chronik.de, 23.10.2004

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