Erste Kinderbibeltage

Erste Kinderbibeltage

„Fremde werden Freunde“ im Steinachtal

GRÜNMETTSTETTEN (ari). „Rut – Fremde werden Freunde“: Das Motto der ersten Kinderbibeltage im Steinachtal ist diese Woche auch gleich Programm für rund 40 Kinder.

Andächtig und einträchtig: Bei den ersten Kinderbibeltagen in Grünmettstetten verfolgen die Acht- bis Elfjährigen bei den täglichen Andachten gespannt mit, wie schon im Alten Testament aus Fremden Freunde wurden. Bild: ari
 
 

Was braucht es denn, damit man sich in einem Haus wohlfühlt? Dies war gestern Morgen eine der Fragen, die die Kinder selbst zu beantworten hatten. Ohne Zögern kamen ihre Antworten: „Es muss schön sein.“ – „Da muss Freude und Liebe sein!“ Und wo Freude und Liebe sei, da werde man auch ganz schnell Freund miteinander.

Bei Kerzenschein und hübscher Herbstdekoration ist im Grünmettstetter Gemeindehaus für entsprechende Stimmung gesorgt. Entsprechend andächtig und einträchtig verfolgten die Kinder auch gestern mit, was ihnen Monika Schneider und Angelika Wiedemann biblisch gewandet als kleine Szenen aus dem Leben von Rut vorführen, ganz so, wie es im Alten Testament geschrieben steht.

Pastoralreferentin Birgit Droesser griff anschließend einen Gedanken auf, den sie mit den Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren weiter ergründet. So war zu überlegen: Was hat die verwitwete Rut dazu gebracht, ihrer Schwiegermutter Noomi in ein fremdes Land, nach Bethlehem, zu folgen? Was meint Rut, wenn sie sagt: „Wo Du hingehst, da will ich hingehen, Dein Gott ist mein Gott“? Pastoralreferentin Droesser erklärte an Hand dieser Geschichte, was es mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen auf sich hat: „Ob Christen, Juden, Moslems oder andere: Alle Menschen verehren Gott in ihrer jeweiligen Religion. Und auf ihre unterschiedliche Weise glauben alle an den einen Gott.“

Gemeinsames Beten, Singen und Musizieren mit dem aus Müttern und älteren Geschwistern bestehenden Team lockerte die einstündigen Andachten auf. Zudem konnten die Kinder gleich ihre selbst gebastelten Instrumente erproben, den hell klingelnden Glockenstab etwa und – sobald die Pappmaché trocken ist – auch die aus Glühbirnen gefertigten Rasseln. In Gruppen aufgeteilt stellten die Kinder den weiteren Morgen über unter Beweis, wie geschickt sie auch sonst beim Werkeln sind: Gestern wurde ausgiebig getont und und en miniature Geschirr wie zu Ruts Zeiten kreiert.

Heute, am dritten und letzten der Kinderbibel-Tage für die katholische Seelsorgeeinheit Steinachtal, gibt es für die Kinder aus Talheim, Bittelbronn, Altheim und Grünmettstetten ein Mittagessen im Gemeindehaus und um 13 Uhr dann eine gemeinsame Abschluss-Andacht mit den Eltern. Und so gut, wie die ersten Kinderbibeltage angelaufen sind, versteht sich eine Wiederholung fast schon von selbst – gerne reihum in allen Ortschaften der Seelsorgeeinheit, wie Pastoralreferentin Birgit Droesser gestern schon mal ankündigte.

Quelle: ari, www.neckar-chronik.de, 4.11.2004

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