Ein richtiges kleines Bildungszentrum

Ein richtiges kleines Bildungszentrum

Die Grünmettstetter feierten das 40-jährige Bestehen ihres Schulhauses

GRÜNMETTSTETTEN (ckw). Viel Lob und zahlreiche Projekte zu bestaunen gab es zum 40-jährigen Jubiläum des Grünmettstetter Schulhauses. Gefeiert wurde am Samstag auf dem Schulhof.

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Modeschau der Kindergartenkinder mit selbst kreierter Abendgarderobe: Eines der Projekte, das beim Grünmettstetter Fest zum 40. Schulhausgeburtstag präsentiert wurde. Bild: ckw
 
 

Zum Schuljubiläum hatte sich jede Klasse im Schulhaus etwas ganz Besonderes ausgedacht: An einer Quizbar durfte man sein Allgemeinwissen testen und bekam für drei richtige Antworten einen Preis. Wände wurden verschönert und Gipsbindenfiguren gemacht. Im Kindergarten durften die Mädchen und Jungen sich ihre eigene Abendgarderobe kreieren, die anschließend in einer Modeschau gezeigt wurde. Tänze der „Kleinen Raupe Nimmersatt“ und der zuvor als Indianer verkleideten und bemalten Kinder bekamen bei der Projektpräsentation viel Beifall. Auf einem bunten Flohmarkt wurden beispielsweise Bücher oder Spielkarten verkauft. Beim „Großen Schulhauspreis“ mussten von Schülern und Eltern Fragen in fünf Kategorien beantwortet werden.

Götz Peter, neuer Konrektor der Altheimer Grund- und Hauptschule, erzählte über seinen ersten Besuch bei der Grünmettstetter Außenstelle vergangene Woche: „Das spontane Ständchen der Grünmettstetter Schülerinnen und Schüler werde ich so schnell wohl nicht vergessen.“ Schulleiter Eugen Gamerdinger, der Ende des Schuljahres die Horber Hauptschule übernimmt, blickte auf die Einweihung des Grünmettstetter Schulgebäudes 1964 zurück und erinnerte daran, dass einmal die Hauptschule für Altheim, Salzstetten, Bittelbronn und Grünmettstetten dort untergebracht war. 1970 war es Sitz der Realschule, die erst 1972 nach Horb verlegt wurde. Erst 1973 verlor die Schule ihre Eigenständigkeit und wurde Außenstelle von Altheim. 1989 gründete man die Grundschulförderklasse. Gamerdinger: „Das Gebäude hat immer eine wichtige Funktion gehabt. Keine Sorge: Irgendwas wird immer drin sein.“ Theresia Wurm, Initiatorin des Festes, stellte mit den Schülern der dritten und vierten Klasse einen „Grünmettstetter Rundgang“ zusammen, in dem Geschichte, Vereine und Geschäfte Grünmettstettens zu finden sind. Ortsvorsteher Karl Kocheise freute sich über das Jubiläum: „Vor allem ist es schön, dass noch so viel Leben im Haus ist. Ich hoffe, dass das Gebäude noch lange genutzt werden kann.“

Glückwünsche überbrachte auch Oberbürgermeister Michael Theurer: „Es ist nicht selbstverständlich, dass es in einem Ort von der Größe Grünmettstettens ein so stark belebtes Schulhaus gibt.“ Die Grünmett-stetter forderte er auf, „nicht nachzulassen, um den Schul- und Kindergarten voranzubringen.“ So tue man etwas für die Jugend.

Schulrat Andreas Bronner vom Staatlichen Schulamt sprach sogar von einem „kleinen Bildungszentrum“, das man im Laufe der Jahre durch kontinuierliche Weiterentwicklung in Grünmettstetten geschaffen habe. Grundschulförderklasse, Kindergarten und Grundschule in einem Gebäude seien das Beispiel eines solchen Zentrums.

Quelle: www.neckar-chronik.de, Christian Klein-Wiele, 06.07.04 

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