Die Masse macht, was Möhre will

Die Masse macht, was Möhre will
… und die Jungs lassen die Hüllen fallen
Na, alles Möhre? Klar, werden die Jungs aus Grünmettstetten sagen und zufrieden lächeln. Möhre, die hübsche Blonde mit der frechen Klappe hat in Grünmettstetten einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Kennen Sie Möhre eigentlich? Bestimmt. Wenn nicht als Spaßmusikerin aus dem „Oberbayern“ auf Mallorca oder aus irgendeiner Après-Ski-Bar, dann aber mit Sicherheit aus der Glotze. Wenn sie nicht gerade bei Anke Engelke auf dem Starsofa sitzt oder mit Ingolf Lück und Oliver Pocher über Fußball ulkt, dann kann man sie Freitagabends regelmäßig in der Comedy-WG der „Dreisten Drei“ auf Sat1 antreffen.
Eigentlich heißt Möhre ja gar nicht Möhre, sondern Mirja. Mirja Boes. Ihren Spitznamen hat sie nicht, wie man vielleicht meinen möchte, von irgendeinem überengagierten Produzenten verpasst bekommen. Nein, Mirja wird schon seit Kindertagen so genannt. Und zwar ihrer rauchigen Stimme wegen, die als Kind der von „Rübe“ aus dem „feuerroten Spielmobil“ glich. Und weil Rübe oder gar Karotte für eine Sechsjährige nicht unbedingt die passendste Bezeichnung ist, wurde Mirja eben Möhre getauft.
Wieder zurück nach Grünmettstetten: Während Mirja hinter der Bühne noch offenherzig über ihr Leben plaudert, können es die Fans im Festzelt kaum noch erwarten. Sie wollen Spaß, wollen Party, wollen Möhre. Und Mirja, die zupft sich nur eben noch schnell ihr Haargummi aus dem blonden Haar, nimmt kurz einen Schluck Wasser und hüpft los. Auch sie hat Party im Sinn, will mitfeiern und Stimmung machen. Deshalb ist sie ja schließlich hier.
Und Grünmettstetten kocht. Kaum hat Möhre die Bühne betreten, geht ein Kreischen und ein Gröhlen durch das Festzelt. Ballermann-Feeling pur. Nicht zuletzt der Musik wegen, die Möhre mitgebracht hat. „Das sind nicht 20 Zentimeter, nie im Leben kleiner Peter“, singt sie und das ganze Zelt gröhlt mit.
Die Masse macht, was Möhre will. „Alles, was einen Pillermann hat, die Hosen runter!“, ruft sie ins Mikro und die Jungs lassen die Hüllen fallen. Sie grinsen sich an, klopfen sich gegenseitig auf die Schulter und glauben vermutlich fest daran, sich für immer und ewig im Gedächtnis der hübschen Blonden verewigt zu haben. Pech gehabt, Jungs. An nackten Männern wird‘s Möhre bei ihren zahlreichen Auftritten vermutlich nicht mangeln. Aber Grünmettstetten wird sie trotzdem nicht so schnell vergessen: „Schließlich hab‘ ich mich zwei Wochen lang jedes Mal totgelacht, wenn ich den Namen gehört habe.“
Die Lieder, die Mirja singt, schreibt ihr Produzent. Und auch wenn sie sich am Anfang erst mal daran gewöhnen musste, solche Texte zu singen, hat Mirja mit der Zeit doch echten Spaß an der Sache gefunden. „Es ist großartig, wenn man eine Party in Schwung bringen und Stimmung machen kann“, sagt sie. Und nicht zuletzt ist es für Möhre eben ein Job.
Mirja hingegen würde am liebsten Jazz singen. „Und Chansons“, sagt sie, und erzählt, wie sie manchmal zusammen mit Freunden im Keller übt. Schade nur, dass der Kölnerin zwischen all den Auftritten und Dreharbeiten so wenig Zeit für diese Art der Musik bleibt. Auch, wenn sie damit bei der Beach-Party wohl nicht den gewünschten Erfolg hätte.
Quelle:
www.neckar-chronik.de
Text: Marike Römmler
Online-Redaktion: Hans-Jörg Schweizer

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