Die Jugendarbeit ist vorbildlich

Die Jugendarbeit ist vorbildlich

Grünmettstetter Musikverein „Harmonie“ feierte sich zum 30jährigen Bestehen

GRÜNMETTSTETTEN (gaw). Der Festakt des Musikvereins „Harmonie“ anlässlich des 30. Geburtstages am Samstagabend war geprägt von Erinnerungen an die Vereinsgeschichte. Die Grußworte enthielten Lob im höchsten Maße. Gefeiert wurde mit einer großen Zahl Vereinstreuer. Viele konnten für 30 Jahre geehrt werden (siehe auch oben).

Ehrungen2004

Sie waren schon bei der Gründung des Musikverein „Harmonie“ Grünmettstetten im Jahre 1974 als Spieler dabei und sind heute noch aktiv: Aus der Kapelle heraus traten gleich sechs Musiker, die am Samstag beim Festakt des Vereins für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold und Urkunde des Blasmusikverbandes für die Tätigkeit zum Wohl und der Förderung der Blasmusik und vorbildliche Mitarbeit Dank gezollt wurde: Von links: Harald Schetter, Raimund Wehle, Peter Kreidler, Roland Dettling, Richard Saier (Vorsitzender von 1983 bis 1994), Hubert Fassnacht neben Hans Dreher, dem Vorsitzenden des Kreis- und des Stadtverbandes, der die Ehrungen vornahm. Bild: Kuball
 
 


Mit Sekt beschwingt stiegen Verein und Gäste in den sommerlich warmen Festabend im Vereinssaal ein. Georg Jung führte durch den Abend, blickte zurück und begrüßte besondere Festgäste wie Dekan Alois Hönle, die ehemaligen Dirigenten Erwin Schröter (17 Jahre ab 1977), Michael Johner (ab 1994) und Rolf Wichert (ab 2000) und Ehrenmitglieder.

Über die lebendige Chronik des relativ jungen Vereins berichtete die SÜDWEST PRESSE ausführlich in der Dienstagsausgabe. Herzlichen Dank sprach Jung fürs Engagement, Spenden, eingelegte gute Worte aus: „Sicherlich hätten es sich viele einfacher und bequemer machen können. Ich bin stolz auf unseren Verein.“ Er bat, sich „auf unsere Stärken konzentrieren“. Ziehe man weiterhin an einem Strang, „brauchen wir uns vor nicht und niemanden zu verstecken“. Ein stetiger Verbesserungsdrang wohne der Führungsmannschaft inne; neben Jung ist übrigens Jürgen Kreidler Vorstand. Der gesellschaftliche Wertewandel nehme Einfluss. Berufliche Veränderungen von Aktiven führten gar zum Austritt. „Wir kämpfen oft um die Spielfähigkeit. Vermutlich liegen wir damit im Trend der allgemeinen Vereins- und Ehrenamtsmüdigkeit“.

Ortsvorsteher Karl Kocheise gratulierte für Ort und Stadt und überreichte einen Scheck. Der Verein könne stolz zurückblicken. Er bereichere das öffentliche Leben und die Kultur und habe viele unentgeltliche Stunden in Gemeinschafts- und Jugendarbeit investiert.

Hans Dreher, der Vorsitzende des Blasmusikkreisverbandes und des Stadtverbandes, lobte wie schon Kocheise die Kameradschaft. Der junge Verein habe schon viel geleistet. Die Vorstandschaft der 30 Jahre habe „ihre Aufgaben sehr ernst genommen und den Verein auch in schwierigen Zeiten mit einem hohen Maß an Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein geführt“. Man habe „motivierte und fachlich versierte Jugendbetreuer, Ausbilder und Dirigent“, die allzeit begeistern. „Die Steigerung der Lebensqualität ist mit ein Verdienst des Vereins“. Bei den Aktivitäten sei spürbar, dass die Förderung der Blasmusik und damit Musikerziehung Grundlage sei. Die Jugendarbeit sei „vorbildlich“, fördere die Integration in eine Gemeinschaft.

Lustigen und informativen Rückblick zugleich hielten Simon Kreidler und Tobias Fassnacht, die in die Gestalt von Josef Schäfer (2. Vorstand 1974) und Markus Singer (1. Kassier 1974) schlüpften, mit dem von Martin Wehle gedichteten Sketch über die Vereinsgründung 1974: „Der eine guckte nach Leut´ und der andere nach am Geld“. Nach ein paar Wochen waren beisammen: „Spieler, paar Verantwortliche, Geld und Dirigent.“ Rückblickend hieß es: „Auser Musik geihts heit ällweil no“, da viele dran geschafft hätten – Tusch und dreimal „Storch husch“.

Eine beachtliche Vielfalt musikalischer Stilrichtungen hatte die 30-köpfige Kapelle vorbereitet. Der Verein spielt auf Mittelstufen-Niveau, so Jung. Kompositionen von Richard Wagner (“Festmusik“), Georg Friedrich Händel (“Feuerwerksmusik“) und dann „Abba Gold“ „zeigen“, so Dirigent Ulrich Schnaidt, „was der Verein leistet und heutzutage leisten muss“. Es folgten Billy Joels „Leningrad“, „Alte Kameraden“ und die böhmische „Lottchen Polka“ von Ladislav Kubes.

Viele versammelten sich mit Häppchen vom reichhaltigen Büffet bei der Bildpräsentation über die Chronik von Anton Kreidler, des Ausschussmitglieds seit 28 Jahren.

Vom 17. bis 19. September richten die Musiker ein Rockfestival mit „Jigger Skin“ (Freitag) und „Die Fürsten“ (Samstag) aus. Am Sonntag ist traditionell der „Tag der Blasmusik“ mit Oldtimertreffen der verschiedensten Fahrzeuge. Wieder lädt der Verein zum „Konzert im Advent“.

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