Auch Rehwild bereitet Sorgen

Auch Rehwild bereitet Sorgen
Horb-Grünmettstetten. “Wenn die Klimaentwicklung so weitergeht, wird die Tanne in den kommenden Jahren aus unseren Wäldern veschwinden”, prognostizierte Forstdirektor Dieter Zuleger, Horber Außenstellenleiter des Forstamtes Freudenstadt, beim Waldbegang in Grünmettstetten. Neben den Räten und Ortsvorsteher Karl Kocheise waren auch zwei interessierte Bürger mit dabei.
Zuleger kam mit Revierförster Peter Daiker und Forstreferendarin Susanne Grimm aus Chemnitz, die am Morgen erstmals nach Horb kam und abends schon in den Waldgebieten “Linsenberg”, “Hochberg” und “Seewald” dabei war. Am “Linsenberg” zeigten die Forstleute, was aus den Lothar-Flächen in den vergangenen fünf Jahre geworden ist. 4000 Laubhölzer, 2300 Fichten und 1100 Kiefern wurden gepflanzt. Zum Ersatz der 700 Festmeter Schadensholz dient auch die Naturverjüngung.
Unter den Laubbäumen befindet sich der Spitzahorn, der als begehrter Baum für die Möbelindustrie gilt und bis zu 500 Euro pro Festmeter bringen kann, so der Revierförster bei der Besichtigung der Zaunaufzucht. Die Einzäunung sei notwendig, da hier viel Rehwild beheimatet ist. Verbissschäden zeigen sich vor allem im Bereich “Seewald”. Laut Zuleger müsse man sich Gedanken machen über die künftigen Maßnahmen zur Waldbewirtschaftung.
Zunächst aber muss für die Waldbesitzer der Schaden ermittelt werden, der durch den Wildverbiss entstanden ist – dies geschieht mit dem neuen Durchschnittsverfahren, das Daiker erläuterte. Auch im Grünmettstetter Wald, der etwa zehn Prozent des Horber Stadtwaldes ausmacht, hat der Borkenkäfer große Schäden angerichtet.
Immer dann, wenn der Pilz Hallimasch einen Baum befallen hat und die Wasserzufuhr einschränkt, kommt der Käfer und vollendet die Zerstörung. Im Rathaus gab es noch Informationen zu den Pflegemaßnahmen.
Quelle: www.swol.de, 5.6.2005

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