Aber dann ging’s ab

Aber dann ging’s ab

Hexenball begann mit Start-Schwierigkeiten

GRÜNMETTSTETTEN (wib). Zunächst füllte sich das Grünmettstetter Sportheim zur 14. Auflage des gemeinsam von Steinach-Hexen und Akkordeon-Orchester organisierten Hexenballs. Doch zu späterer Stunde ging dann doch noch – und erwartungsgemäß – mächtig die Post ab.

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Bunte Vielfalt beim 14. Hexenball der Grünmettstetter Steinachhexen. Erstmals dabei: Guggen aus Schenkenzell (oben links) und Calwer Hexen (rechts). Bilder: Kuball
 

Hexen-Chef Egon Schmidberger und seine Ober-Hexe Christoph Maier bewiesen ein gutes Näschen mit der erstmaligen Einladung an die „Dorfbätscher“-Guggenmusik aus Schenkenzell. Die bedankten sich hierfür auf ihre Art und heizten gleich von Beginn an mächtig ein. Nächste Woche, so Egon Schmidberger beim Zunftmeister-Empfang nicht ohne Vorfreude, statten die „Mettstetter“ Steinach-Hexen den „Dorfbätschern“ einen zweitägigen Gegenbesuch ab, wobei man sich sogar eine Frei-Nacht gönnt.

Den Schenkenzellern war es mit ihrem fulminanten Einstieg prächtig gelungen darüber hinwegzusehen, dass der Besuch in Bar und Saal des Sportheims im Murgental zunächst eher etwas bescheiden war. Dafür stimmte die Stimmung. Alexander Brendle überbrückte die Pausen zwischen den einzelnen Programmbeiträgen wie immer gekonnt an seinem Keyboard, ehe die Katzenmusik aus Mühringen ihre Aufwartung auf der Bühne machte. Diese brachten sozusagen im Handgepäck (erstmals) auch die Eyachtaler Sumpfgeister mit Eddy Naumann und Karin Zinser an der Spitze mit nach Grünmettstetten. Einige bedauerten es sichtlich, als Eddy am Rande bekannt gab, dass er nach so vielen Jahren an vorderster Front bald aufzuhören gedenkt.

Dass die Fasnet auch nicht vor dem Evangelischen „Halt“ macht, verdeutlichen die Beispiele Dornstetten und Freudenstadt. Seit zwei Jahren hat nun auch Calw eine Hexen- und Showtanzgruppe und diese präsentierte auf der Bühne einen originellen Hip-Hop-Besentanz, glänzte hernach mit einer Hexen-Pyramide und wartete sogar noch mit zwei Zugaben auf.

Gern gesehene Gäste bei den Steinach-Hexen sind auch die Ergenzinger „Kleinpariser Fleckenhuper“. Diese mussten zuvor sogar ein Extra-Busle organisieren, um ihre gesamte Musikanten-Schar auch ins Steinachtal transportieren zu können. Die Show die sie boten, war aller Ehre wert. Nach einer erneuten Tanzrunde durch Alexander Brendle traten schließlich mit gastgebenden Steinach-Hexen mit ihrem Showtanz vors begeisterte, und inzwischen vielköpfig anwesende Publikum. Einzig bedauerten Egon Schmidberger und Steffen Wörner, die auch durchs Programm führten, dass die freien „Aischbach-Waldhexen“ aus Pfalzgrafenweiler trotz Zusage unentschuldigt dem „Mettstetter“ Hexenball 2005 fern blieben. Diese könnten davon ausgehen, dass sie mit einer zweiten Einladung nicht rechnen könnten, so ein etwas zerknirschter Egon Schmidberger.

Doch ob so eines Unbills lassen sich die Grünmettstetter nicht aus der Ruhe bringen. Statt dessen freuten sich Steinach-Hexen wie auch das diese unterstützende Akkordeonorchester (Chef Manfred Dettling), dass sich der Laden nach und nach so richtig füllte, wie man es beim Hexenball im Murgental eben schon seit nunmehr 14 Jahren gewöhnt ist. Die DJs Matthias Saier und Tommy Neff sorgten in der gewohnt riesengroßen Bar im Erdgeschoss des Sportheims dafür, dass die letzten Fasnets-Freunde erst am frühen Morgen ihren Heimweg antraten. Und oben im Saal tanzte derweil der Bär weiter. Dort übernahmen die Ergenzinger „Kleinpariser Fleckenhuper“ und die Schenkenzeller „Dorfbätscher“ gemeinsam das Kommando und spielten gleichzeitig gegeneinander. Dies auch sehr zur Freude der vielen Gäste, die zuvor noch in Sulz weilten und erst später ihren Weg nach Grünmettstetten gefunden haben.

Quelle: www.neckar-chronik.de, 24.1.2005 (Text: wib; Bilder: Kuball)

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